Presseerklärung

09.09.2005

Klimakiller

Die Alarmzeichen waren schon lange nicht mehr zu übersehen, als 1992 die UN die Welt zu der großen Konferenz für Umwelt und Entwicklung nach Rio de Janeiro zusammenrief. Dort wurde die Agenda 21 beschlossen. Mit ihr werden globale Ziele festgelegt, die dann vor Ort im kleinen Maßstab umgesetzt werden sollten - auch bei uns in Wiesbaden. Passiert ist nicht allzuviel - man kann getrost sagen: gar nichts! Aber die weltweiten Alarmsignale schrillen uns jetzt in allen Sinnen! Nur weil alle sagen: auf unseren kleinen Beitrag kann die Welt verzichten, sollen doch die anderen etwas tun, deswegen hat sich weltweit nichts getan. Schlimmer noch: der Trend zu Umwelt- und Klimaschädigung geht verstärkt weiter, aber auch die ökonomischen und sozialen Ziele der Agenda 21 sind bei den Großmächtigen unserer Welt aus dem Blickfeld geraten.

Dabei gäbe es auch hier bei uns viel zu tun: Hochwasserschutz durch Renaturierung von Bächen, Anlegen von Überflutungszonen z.B. auch in Hessen usw. Aber vor allem Verringerung des Ausstoßes von Klimakillern wie z.B. Kohlendioxid. Hier kommt der Verkehr ins Visier! Wir wollen mobil sein und zugleich umweltbewusst. Da war natürlich die Stadtbahn ein gutes Projekt. Schon die erste Betriebsstufe hätte jedes Jahr 2390 Tonnen Kohlendioxid und tonnenweise weitere Giftgase eingespart. Dass sie daneben große ökonomische und soziale Vorzüge aufweist, wie man fast überall beobachtet, wo es Stadtbahnen gibt, spricht ja auch nicht gegen ein solches Projekt. Das wäre einer der kleinen Beiträge für Umweltschutz und Nachhaltigkeit gewesen, den Wiesbaden hätte leisten können - zusammen mit den vielen anderen kleinen Beiträgen anderer wäre ein großer Effekt möglich. Noch ist es nicht zu spät, aber man muss wieder von vom anfangen, jedenfalls mit der Einwerbung der Fördermittel, ohne die es nicht geht; und hier hat Wiesbaden gegenüber allen Partnern seine Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit verspielt.

Es wird höchste Zeit, sich wieder konstruktiv mit dem Thema „Stadtbahn“ zu beschäftigen!

Für die „Initiative Stadtbahn - ja“

Hans-Ulrich Zastrau


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