Wettbewerb der Alternativen

Allgemeine Vorbemerkung

Jahr für Jahr sinken die Einzelhandelsumsätze in der Wiesbadener City, aber ist die Verschönerung der Fußgängerzone das Hauptproblem? Die Geschäftsleute geben vielmehr als wichtigsten Grund die schlechte Erreichbarkeit an. Fast alle Buslinien fahren durch die City und hier befinden sich 8000 Parkplätze, mehr als in anderen vergleichbaren Städten. Wie kann die Erreichbarkeit verbessert werden, ohne gleichzeitig der Stadt Schaden zuzufügen? Schon jetzt sind die vorhandenen Verkehrssysteme am Rande ihrer Kapazität: Lärm, Gestank, Dreck, Gedränge, Aggressivität nehmen zu und schrecken Besucher ab. Verkehrsteilnehmer, Bewohner, Berufstätige, auch Studenten und Schüler sind gestresst. Wie wird die Zukunft aussehen? Experten erklären uns glaubhaft, dass der Verkehr weiter zunehmen wird und zwar um 15-20 Prozent innerhalb von 10-15 Jahren, das bedeutet für Wiesbaden eine Zunahme von mindestens 100.000 motorisierten Fahrten täglich; es können aber auch bis zu 200.000 sein.

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Vorrangiges Ziel ist die bessere Anbindung der nordwestlichen Region (Taunusstein, Bad Schwalbach, Georgenborn), denn jeder zweite City-Besucher kommt von außerhalb.

Die Bürgerinitiative „Stadtbahn - ja“ stellt sechs Alternativen mit unterschiedlichen Schwerpunkten der Verkehrsentwicklung, die in Wiesbaden hierzu diskutiert werden, in einen vergleichenden Wettbewerb. Information und Bewertung erfolgen anhand der Hauptkriterien:

- Ökonomie
- Ökologie
- Soziale Verträglichkeit

Die UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro hat diese Kriterien für die nachhaltige Entwicklung der Menschheit beschlossen. Diese Ziele sollen nicht nur auf globaler oder nationaler, sondern vor allem auf kommunaler Ebene verfolgt werden; auch Wiesbaden hat ein Handlungsprogramm zur "Lokalen Agenda 21" beschlossen.

Ein Verkehrssystem ist ökonomisch sinnvoll, wenn der Nutzen größer ist als der Aufwand. Unter Nutzen versteht man nicht nur die Erträge, sondern auch die Verringerung von Reisezeiten, Rohstoffverbrauch, Schadstoffausstoß und Unfallschäden (externe Faktoren).

Es ist ökologisch sinnvoll, wenn es sich in die natürlichen Kreisläufe besser einfügt. In der Natur gibt es weder Rohstoffverbrauch noch Abfälle, die nicht in den Kreislauf zurückkehren. Es ist sozial verträglich, wenn alle wichtigen Verkehrsziele für jeden - auch ohne Auto - gut erreichbar sind.

Hier können Sie sich über die Alternativen informieren und bei der Bewertung angeben, was Ihnen wichtig ist; viel Spaß dabei.


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