Wettbewerb der Alternativen

Ökonomie / Mehr Busse

Konsequent mehr Busse einzusetzen, kostet jährlich 5,81 Millionen €. Im Kostenvergleich ist diese Alternative die drittgünstigste nach „Aartalbahn“ (5,33) und vor „Stadtbahn“ (7,47).

Mit mehr Bussen soll bei zunehmendem Verkehr der ÖPNV-Anteil auf 24 Prozent gehalten werden. Damit steigen die Erträge, aber der Kostendeckungsgrad sinkt, weil zusätzliche Kosten für Straßenreparaturen einzurechnen sind, die durch mehr Busse und durch den stark steigenden Autoverkehr verursacht werden.

Die Verringerung von Reisezeiten, Schadstoffen, Lärm, Energie- und Rohstoffverbrauch, also der Nutzen bleibt hinter den anderen ÖPNV-orientierten Alternativen zurück. Mit mehr Bussen werden die Vororte besser versorgt; der Innenstadt wird es wenig nützen, weil schon heute die Kapazitätsgrenzen nahezu erreicht sind. Auch die regionale Anbindung wird nicht entscheidend verbessert, da nach wie vor die Reisezeiten zu lang, der Komfort zu gering und die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit nicht ausreichend sind. Das Abend- und Nachtangebot könnte, wenn auch unrentabel, verbessert werden.

Das Bussystem lässt sich gut allen Entwicklungen anpassen, die im Rahmen einer Stadt wie Wiesbaden zu erwarten sind. Aber Entwicklungen in regionalen Größenordnungen erfordern hohe Geschwindigkeit und hohe Kapazität; als Infrastruktur für Großveranstaltungen (z.B. Olympische Spiele) ist es ungeeignet.


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