Wettbewerb der Alternativen

Ökonomie / Aartalbahn

Mit Jahreskosten von 5,33 Millionen € ist die Reaktivierung der Aartalbahn die kostengünstigste Alternative nach „Status quo“ (4,70).

Es handelt sich nicht um die Keimzelle für ein neues Verkehrskonzept für Wiesbaden, sondern um eine Einzelmaßnahme; sie muss mit einer anderen Alternative („Mehr Busse“ oder „Status quo“) kombiniert werden, deren Vor- und Nachteile dann auch hier gelten.

Auch wenn die anderen Regionalbahnen in gleicher Weise modernisiert werden können, bleiben die strukturellen Nachteile bestehen: keine Andienung der Innenstadt, ortsferne Lage der Haltestellen, hohe Reisezeiten durch Umwege und infolge des mehrfach gebrochenen Verkehrs, Schadstoffe und Lärm durch Dieselbetrieb, mangelnder Komfort beim Ein- und Aussteigen.

Zwar steigen die Fahrgastzahlen, aber wegen des zunehmenden Verkehrsvolumens sinkt der ÖPNV-Anteil auf 23 Prozent. Der zunehmende Autoverkehr bedeutet höhere Kosten für Straßenreparaturen. Demzufolge bleiben Erträge und Nutzen gering.

Es ist möglich, dass der Kosten/Nutzenfaktor dennoch positiv ist, aber die Erfüllung der Verkehrsaufgabe, nämlich von der Region aus die wichtigsten Ziele unmittelbar anzufahren, wird nicht erreicht. Auch die Anpassungsfähigkeit an zukünftige Entwicklungen ist nicht erkennbar, da die Strecken vorgegeben sind.


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